Aktuelles zu Sport, Ehrungen und Kontaktpflege
Monheim am Rhein. Der StadtSportVerband Monheim (SSV M) konnte sich am Freitag, 26. Januar, über einen regen Zuspruch von rund 60 Teilnehmern zu seinem traditionellen Neujahrsempfang freuen. Mitgliedsvereine, die Monheimer Stadtverwaltung, der Monheimer Stadtrat, die Landes- und Regionalpolitik sowie der Kreissportbund (KSB) waren vertreten, so dass der Saal in Pfannenhof gut besetzt war.
Der Vorsitzende des SSV M, René Waldeck, stellte in seiner Ansprache den Sport als zentralen Bestandteil des Lebens in der Gänselieselstadt heraus. Er fördere Gesundheit und bringe Menschen zusammen, die dann zusammen sportliche Erfolge feiern könnten. Respekt und Dank richte sich aber auch an ehrenamtlich Engagierte, ohne die Angebote und Veranstaltungen im Sportleben nicht denkbar seien. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen sei im Monheimer Sport ein wichtiger Aspekt, den auch der SSV M mit Informationen zu präventiven Maßnahmen unterstütze. Als weitere Bestandteile der Verbandsarbeit nannte Waldeck: Beteiligung an Stadtmeisterschaften und gesellschaftlichen Ereignissen, Kontaktpflege zur Monheimer Verwaltung und zu Verbänden wie KSB und LSB (Landessportbund), und die finanzielle Förderung der Mitgliedsvereine über den Förderfond der Stadt Monheim (FFS).
Bürgermeister Daniel Zimmermann ließ die Anwesenden über seinen Stellvertreter Lucas Risse herzlich grüßen. Auch Risse sieht den Vereinssport als tragende Säule der Monheimer Stadtgemeinschaft, die es zu fördern und zu unterstützen gelte. Das geschehe auf finanziellem Wege, mit über 350 000 Euro jährlich, für einen Anteil an der pauschalen Grundförderung für alle sportlich Aktiven, den FFS und Zuschüsse zum Betrieb von Sportanlagen der Vereine, als da waren in 2023, mit Kostenangaben: (i) für den 1. FC Monheim: Erneuerung Kunstrasen-Belag im Rheinstadion und Fertigstellung Stadion-Anlage (6,7 Millionen Euro); (ii) für Karnevalsvereine: Inbetriebnahme der Tanzübungshalle in der Frohnstraße (2,8 Millionen Euro); (iii) für Sportgemeinschaft Monheim und Allgemeinheit: Wiedereröffnung des grundsanierten und modernisierten Jahn-Stadions,2 Millionen Euro); und (iv) für neue Grundschule im Pfingsterfeld Fertigstellung einer Einfach-Sporthalle. Der Wassersportverein (WSV) konnte sich im letzten Jahr über die Freigabe des Greisbachsees für seine Stand-up-Paddler freuen. Die Stadt Monheim hatte sich für diese Genehmigung eingesetzt, und will dies nun auch für eine Erweiterung auf den Tauchsport des Vereins „Manatees“ tun, sagt Risse.
Unter den laufenden Sport-Projekten ragen heraus: (i) Fertigstellung Achtfach-Sporthalle am Berliner Ring Ende August, zu Nutzen von Schulen und Sportvereinen (37 Millionen Euro). (ii) Baubeginn künftiges Sportzentrum Am Kielsgraben mit Tennisanlage (12 Sand- plus drei Padel-Plätze) und Fußballplätzen für Sportfreunde Baumberg (SFB) samt Parkmöglichkeiten mit Ladesäulen, bei geplanter Fertigstellung Sommer 2025 (22,8 Millionen Euro). (iii) Inbetriebnahme Einfach-Sporthalle in Bregenzer Straße in Baumberg. Weitere Aktionen sind: (iv) Aufstellen Land-geförderter (NRW) „Sportboxen“ mit Trainingsmaterialien für öffentliche Nutzung, (v) Sanierungsplanung Rudersteganlage am Rhein, (vi) Fortsetzung Umbauarbeiten am Mona Mare, (vii) Plätze-Sanierung in Tennishalle Am Sandberg (in Arbeit), und schließlich (viii) Planung einer Skateranlage Am Kielsgraben: Baubeginn 2025, Fertigstellung 2026 (5,9 Millionen Euro). Dem Sport erhalten bleiben soll die Baumberger Liselotte-Diem-Halle.
Diese Projekte sollen die sportliche Infrastruktur in Monheim verbessern, auch angesichts steigender Mitgliedszahlen in den Sportvereinen (von 2021 bis 2023 ein Anstieg um 800). Derzeit zählten die Vereine lt. Risse knapp 8.000 Mitglieder.
Die stellvertretende Landrätin Annette Mick-Teubler betonte in Ihrem Grußwort den menschenverbindenden Charakter des Sports, der sich in Monheim in 50 verschiedenen Sportdisziplinen manifestiere. Sie wertschätze die Schutz-Maßnahmen für Kinder und Jugendliche und die Durchführung von Stadtmeisterschaften, und dass diese auch finanziell unterstützt würden.
Claudia Schlottmann, MdL und in Sportausschüssen in Düsseldorf und in Hilden tätig, wies in Ihrem Grußwort auf den positiven Einfluss des Sports auf die Menschen in schwierigen Zeiten hin.
Karl-Heinz Bruser, langjähriger KSB-Vorsitzender, wird nicht müde, mehr Einsatz für Vereine, Verbände und ehrenamtlich Tätige von der Politik zu fordern. Die Vereinsamung von Kindern sei ein Thema, wo der Sport dagegen halten könne, denn dort böten sich Kontakte. Allerdings bliebe schulbedingt, z. B. durch offenen Ganztag, immer weniger Zeit für sportliche und andere außerschulische Aktivitäten.
Ehrungen für zwei langjährig ehrenamtlich Tätige:
Wulf Götsch bestimmte über zehn Jahre die Geschicke des SSV M als Geschäftsführer entscheidend mit. Ende März „ging der Lotse von Bord“. Dietmar Dehne als sein Nachfolger würdigte seine Verdienste. Einen erheblichen Anteil hatte Götsch an folgenden Projekten: (i) Entwicklung einer „Vergabe-Richtlinie für die Nutzung von Sporthallen und Sportplätzen“ vor einigen Jahren, um die knapper werdenden Hallenbelegungen durch Flüchtlingsunterbringung und Abriss und Neubau von Hallen wegen Umstrukturierung der Schullandschaft zu regeln. (ii) Einrichtung eines kommunal-gesponserten Fonds zur Unterstützung von Vereinen mit Eigen-Verantwortung für ihre Anlagen (FFS). (iii) Umsetzung des NRW-Förderprogramms „Sportstätten 2022“ auf kommunaler Ebene. (iv) Verbesserung des Erscheinungsbilds des SSV M in der Öffentlichkeit über verschiedene Ansätze.
Günter Gast ist seit seiner Jugend dem Schach verbunden. Als Erwachsener trug er schon früh die Jugendarbeit als einem wesentlichem Bestandteil des Schachclubs Monheim/ Baumberg mit, berichtete Daniel Schalow als 1. Vorsitzender in seiner Laudatio. Die erfolgreiche Jugendarbeit zahlte sich im Anwachsen der Mitglieder des Clubs von 21 in 2017 auf derzeit fast 100 aus. G. Gast war und ist „die gute Seele des Vereins“. Er leitete viele Schach-Turniere und organisierte als „Zeremonienmeister“ zusammen mit seiner Frau viele Feiern. Beide Geehrte erhielten eine Stele mit Widmung, und beide Ehefrauen einen Blumenstrauß als Anerkennung für ihr „indirektes ehrenamtliches Engagement“. Im gesellschaftlichen Teil des Abends stärkte man sich am Buffet und pflegte einen regen Kontaktaustausch untereinander, der sich noch lange hinzog.
gez. Dietmar Dehne
- (v.l.) Wulf Götsch, René Waldeck (vors. SSV M) und Dietmar Dehne
- Ehepaar Gast, mittig Daniel Schalow, Vors. Schachclub Monheim/Baumberg

